A-05 · Torwart
Bewegte Abwehr
Moving Defense
Die Abwehrfiguren bewegen sich ständig seitlich sowie vor und zurück, damit keine Lücke lange offen bleibt. Die Grenze setzen die Regeln zu Reset und Jar.
Die 3D-Werkbank braucht WebGL. Die Schritte beschreiben den ganzen Ablauf.
- 1
Immer in Bewegung
Der Gegner führt den geklemmten Ball etwas zur Seite. Torwart und 2er bewegen sich ständig, seitlich und vor und zurück. Uyeyama nennt das „Moving Defense“ oder „Random Defense“.
- 2
Kreise, Pausen, Zucker
Seitwärts plus vor und zurück ergibt Kreisbewegungen. Ab und zu steht eine Stange kurz still. Ein „Zucker“ täuscht eine Seitbewegung nur an, die Figur bleibt stehen. Torwart und 2er überkreuzen sich nie.
- 3
Lücken gehen auf und zu
Lücken öffnen sich kurz und schließen wieder, keine bleibt so lange offen, dass sie dem Schützen auffällt. Wo die Figuren beim Schuss stehen werden, kann er nicht sehen (BritFoos).
- 4
Schuss
Der Gegner schießt gerade. Die 2er-Figur läuft gerade durch die Schussbahn und blockt. Alles hält auch die bewegte Abwehr nicht. Uyeyamas Beispiel gegen einen Torjäger: „vielleicht 25 %“ gehalten statt „0 %“ mit der stehenden Race Defense. Vor allem muss jetzt der Schütze raten, welche Lücke wann offen ist.
- 5
Ball halten
Der Ball rollt zurück, die 2er-Figur kippt nach vorn und klemmt ihn.
Typische Fehler
- An die Bande schlagen oder am Tisch rütteln: Das kann ein Reset oder Jar sein.
- Die Stangen kreiseln lassen: Blocken kannst du nur mit aufrecht stehenden Figuren (Uyeyama).
- Planlos bewegen, ohne zu wissen, welche Lücke gerade offen ist und welche am verlockendsten aussieht (Uyeyama).
- Torwart und 2er überkreuzen (Tim Dudra, foosball.com).
- Hektisch statt in moderatem Tempo bewegen (Tim Dudra).
- Eine Lücke zu lange offen lassen (BritFoos).
- Die deckende 2er-Figur zu oft wechseln (Uyeyama).
Optionen und Varianten
- Ab und zu eine Reihe stillstehen lassen.
- Einfache Hin- und Herbewegungen.
- Kreisbewegungen aus seitlich und vor und zurück.
- „Zucker“: eine Seitbewegung nur antäuschen und stehen bleiben.
- Die deckende 2er-Figur wechseln, aber nicht zu häufig.
- Den geraden Schuss offen lassen und immer wissen, welche Lücke du anbietest. Alle sechs Werkzeuge nennt Uyeyama.
Regeln
- Reset: Erschüttert die Abwehr den Tisch so, dass der Angreifer die Kontrolle über den Ball verliert, gibt es zuerst einen Reset, dann eine Reset-Verwarnung, im selben Punkt dann einen Penalty. Leichtes Wiegen ist kein Reset, übermäßiges Wackeln kann einer sein (ITSF Standard Matchplay Rules).
- Jar: Schlagen der Stange während des Spiels kann als Jar gewertet werden (ITSF Standard Matchplay Rules).
- Ablenkung: Übermäßige Bewegung einer Stange, die nicht zum Spielzug gehört, ist verboten; auch Drehen kann übermäßig sein (ITSF Standard Matchplay Rules).
Herkunft
Der Begriff stammt aus Uyeyamas Glossar („Moving Defense“ gleich „Random Defense“). BritFoos nennt das Prinzip „Obfuscation“. Im Französischen heißt übertriebenes Wischen der Abwehr „râteau“ (Le Baby-Foot Français).
Quellen
Kontakt
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